Wir haben auf dieser Website eine große Menge an Material vorgestellt und haben zusätzlich eine noch größere Menge an Unterlagen in Form von Büchern, Artikeln, Briefen, unveröffentlichten Manuskripten und Vorlagen gelesen – unsere Bücherregale quellen in Schachteln hinein über, welche die Büros, in denen wir arbeiten, zu überschwemmen drohen, und dennoch scheint die Flut gedruckten und beschriebenen Papiers kein Ende nehmen zu wollen. Können wir ein abschließendes Urteil fällen, von dem die Leser glauben dürfen, dass es nahe an die Wahrheit herankommt? In diesem letzten Kapitel wollen wir erläutern, wie wir das Material interpretieren und warum wir meinen, dass sich unsere Mühe gelohnt hat. Wir schmeicheln uns nicht, diejenigen überzeugen zu können, die mit kräftigen vorgefassten Meinungen an die Lektüre herangegangen sind; das Gesetz der Gewissheit, auf das wir uns zu Beginn berufen haben, macht dies unwahrscheinlich. Doch die Mehrheit der Leser dürfte dem Material mehr Beachtung schenken, und eben an diese Leserschaft wenden wir uns mit unserer Auswertung.
Wir begannen mit einer Unterscheidung zwischen traditioneller Astrologie, wie sie der strebsame Schüler aus zahlreichen Lehrbüchern entnehmen kann, und einer »Kosmobiologie«, die Tatsachen in den Beziehungen zwischen Planetenbewegungen oder anderen kosmischen Kräften und Ereignissen hier auf der Erde untersucht. Wir hätten vielleicht noch eine dritte Kategorie hinzufügen können: die Populär- oder Zeitungsastrologie, die sich nicht mit individueller Deutung oder Vorhersage abgibt und nicht viel mehr tut, als dass sie allgemeine, vage Aussagen über das wahrscheinliche Schicksal all derer macht, die unter diesem oder jenem Tierkreiszeichen geboren sind. Wir haben dies nicht getan, weil ernsthafte Astrologen derartige Dinge verachten. Diejenigen, die sie für ein leichtgläubiges Publikum ausdenken, wissen gewöhnlich nur zu genau, dass das, was sie tun, keinen Sinn und keine Beziehung zur wirklichen Astrologie hat. Natürlich machen sich solche »Astrologen« selbst nicht die Mühe, irgendeinen Beweis dafür zu liefern, dass ihre Erzeugnisse einen Wert hätten; die Untersuchungen, die von anderen darüber angestellt werden, haben keinerlei Bestätigung für solche Horoskope erbracht. Populärastrologie ist ganz unverkennbar Geschäftemacherei, sie hat keinen Wert und bringt keinen Ertrag. Sie wird besonders von denjenigen abgelehnt, die Wert auf die Beiträge legen, welche die traditionelle Astrologie für die Gesellschaft vielleicht leisten kann. Insofern sich das im ersten Kapitel zitierte anti-astrologische Manifest gegen diese Spielart richtet, stimmen wir voll mit ihm überein; Populärastrologie ist Unsinn, und die Zeitungen und Zeitschriften, die sich damit abgeben, sollten sich gründlich schämen.
Es mag sein, dass dies alles keinen großen Schaden anrichtet. Ein Neurotiker mag gelegentlich auf diese Kolumnen süchtig, ja von ihnen abhängig werden, doch dass dies in großem Maßstab geschieht, ist nicht sehr wahrscheinlich, und wenn diese Quelle des Aberglaubens abgeschafft würde, nähme ohne Zweifel eine andere ihre Stelle ein. Die Menschen scheint es oft unersättlich danach zu verlangen, dass sie betrogen werden. Allerdings wird das, was veröffentlicht wird, unter falschen Vorspiegelungen gedruckt. Es ist nicht als bloße Unterhaltung etikettiert, und viele Menschen glauben, wie wir gezeigt haben, doch daran, dass diese Kolumnen mehr sind als ein Spaß.